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2 (1861) Reisebilder : Th. 2
Entstehung
Seite
409
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Blätter fielen schmerzlich von den Bäumen, schwereThränentropfen hingen an den letzten Blumen, diegar traurig welk die sterbenden Köpfchen senkten,die Nachtigallen waren längst verschollen, von allenSeiten starrte mich an das Bild der Vergänglich-keit, — und mein Herz wollte schier brechen, alsich las, wie der edle Ritter betäubt und zermalmtam Boden lag und, ohne das Visier zu erheben,als wenn er aus dem Grabe gesprochen hätte, mitschwacher, kranker Stimme zu dem Sieger hinauf-sprach: „Dnlcinea ist das schönste Weib der Weltund ich der unglücklichste Ritter auf Erden, aberes ziemt sich nicht, dass meine Schwäche dieseWahrheit verleugne — stoßt zu mit der Lanze,Ritter!"

Ach! dieser leuchtende Ritter vom silbernenMonde, der den muthigsten und edelsten Mannder Welt besiegte, war ein verkappter Barbier!