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2 (1861) Reisebilder : Th. 2
Entstehung
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lich werden. Jenes Meisterwerk zeigte mir ihnendlich ganz wie er ist, mit all seiner blühendenWelkheit, seinem Übersluss an Geistcsmangel, seinerEinbildung ohne Einbildungskraft, ganz wie er ist,forciert ohne Force, pikiert ohne pikant zu sein,eine trockne Wasserscele, ein trister Frcudenjungc.Dieser Troubadour des Jammers, geschwächt anLeib und Seele, versuchte eS, den gewaltigsten, phan-tasiercichsten und witzigsten Dichter der jugendlichenGriechenwelt nachzuahmen! Nichts ist wahrlich wi-derwärtiger als diese krampfhaste Ohnmacht, diesich wie Kühnheit aufblasen möchte, diese mühsamzusammengetragenen Invektivcn, denen der Schim-mel des verjährten Grolls anklebt, und dieser sil-bcnstechcrisch ängstlich nachgeahmte Geistestaumel.Wie sich von selbst versteht, zeigt sich in desGrafen Werk keine Spur von einer tiefen Wclt-vcrnichtungsidce, die jedem aristophanischen Lust-spiele zum Grunde liegt, und die darin wie einphantastisch ironischer Zaubcrbaum emporschießt mitblühendem Gcdankenschmuck, singenden Nachtigall-ncstern und kletternden Affen. Eine solche Ideemit dein Todesjubel und dem Zerstörungsfcncr-werk, das dazu gehört, durften wir freilich vondem armen Grafen nicht erwarten. Der Mittel-punkt, die erste und letzte Idee, Grund und Zweck

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