spruch mit den Sitten, und gab sich kund mit he-roischer Öffentlichkeit. Als z. B. der Kaiser Neroauf Schiffen, die mit Gold und Elfenbein ausge-legt waren, ein Gastmahl hielt, das einige Mil-lionen kostete, ließ er sich mit Einem aus demJünglingsserail, Namens Pythagoraö, feierlich ein-segnen (onnata cksniizus szosotata, <zuas otiain inlöinina, nox oxsrit), und steckte nachher mit derHochzeitsfackel die Stadt Rom in Brand, um beiden prasselnden Flammen desto besser den Unter-gang Troja's besingen zu können. Das war nochein Gasclcndichter, über den ich mit Pathos spre-chen könnte; doch nur lächeln kann ich über denneuen Pythagoräcr, der im heutigen Rom die Pfadeder Freundschaft dürftig und nüchtern und ängst-lich dahinschlcicht, mit seinem hellen Gesichte vonliebloser Jugend abgewiesen wird, und nachherbei kümmerlichem Öllämpchcn sein Gaselchcn aus-seufzt. Interessant in solcher Hinsicht ist die Ver-glcichung der Platen'schen Gedichtchcn mit demPetron. Bei Diesem ist schroffe, antike, plastischheidnische Offenheit; Graf Platen hingegen, trotzseinem Pochen auf Klassicität, behandelt seinenGegenstand vielmehr romantisch, verschleiernd, sehn-süchtig, Pfäffisch, — ich muss hinzusetzen: heuchle-risch. Denn der Graf vermummt sich manchmal in
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