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2 (1861) Reisebilder : Th. 2
Entstehung
Seite
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als ihre Sache etwas gefährlich wurde, und dahermit den christlichen Gefühlen seines weichen Her-zens nicht mehr übereinstimmte. Seitdem aber dieGefahr verschwunden, die Märtyrer für ihre Ge-sinnung gelitten, fast alle sie von selbst aufgegeben,und sogar unsere feurigsten Barbiere ihre deut-schen Röcke ausgezogen haben, seitdem hat dieBlüthczeit unseres vorsichtigen Vaterlandsrettcrserst recht begonnen; er allein hat noch das Dema-gogenkostüm und die dazu gehörigen Redensartenbeibehalten; er preist noch immer Arminius denCherusker und Frau Thusnelda, als sei er ihrblonder Enkel; er bewahrt noch immer seinen ger-manisch patriotischen Hass gegen welsches Babcl-thnm, gegen die Erfindung der Seife, gegen Thiersch'sheidnisch griechische Grammatik, gegen QnintiliusVarus, gegen Handschuh und gegen alle Menschen,die eine anständige Nase haben; — und so stehter da als wandelndes Denkmal einer untergegan-genen Zeit, und wie der letzte Mohikan ist aucher allein übrig geblieben von einer ganzen that-kräftigen Horde, er, der letzte Demagoge. Sie sehenalso, dass wir im neuen Athen, wo es noch ganzan Dcmägogen fehlt, diesen Mann brauchen kön-nen, wir haben an ihm einen sehr guten Dema-gogen, der zugleich so zahm ist, dass er jeden