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1 (1861) Reisebilder : Th. 1
Entstehung
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Glauben Sie nur nicht, Madame, es fehle mir anBekanntschaft mit Büchertiteln. Außerdem kenne ichden Kunstgriff großer Geister, die es verstehen, dieKorinthen aus den Semmeln und die Citate ansden Kollegienheftcn herauszupicken; ich weiß auch,woher Barchel den Most holt. Im Nothfall könnteich bei meinen gelehrten Freunden eine Anleihe vonCitatcn machen. Mein Freund G. in Berlin ist sozu sagen ein kleiner Rothschild an Citaten, undleiht mir gern einige Millionen, und hat er sieselbst nicht vorräthig, so kann er sie leicht bei einigenandern kosmopolitischen Geistesbankiers zusammen-bringen — Apropos, Madame, die dreiproccntigenBöckhs sind flau, aber die fünfprocentigcn Hegelssind gestiegen — Doch ich brauche jetzt noch keineAnleihe zu machen, ich bin ein Mann, der sich gutsteht, ich habe jährlich meine 10,000 Citate zuverzehren, ja, ich habe sogar die Erfindung gemacht,wie man falsche Citate für echte ausgeben kann.Sollte irgend ein großer, reicher Gelehrter, z. B.Michael Beer, mir dieses Geheimnis abkaufenwollen, so will ich es gerne für 19,000 ThalerKourant abstehen; auch ließe ich mich handeln.Eine andere Erfindung will ich zum Heile der Li-teratur nicht verschweigen und will sie gratis mit-theilen :