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und das Leben warm-inniger blühte, und dieKünste, wie still hervorgcwachsene Blumen, jeneHerrlichkeit entfalteten, die wir noch jetzt anstau-nen, und mit all unserem hastigen Wissen nichtnachahmen können. Aber der Geist hat seine ewigenRechte, er lässt sich nicht eindämmen durch Satzun-gen und nicht einlullen durch Glockengeläute; erzerbrach seinen Kerker und zerriss das eiserneGängelband, woran ihn die Muttcrkirche leitete,und er jagte im Bcfrciungstaumel über die ganzeErde, erstieg die höchsten Gipfel der Berge, jauchztevor Übcrmuth, gedachte wieder uralter Zweifel,grübelte über die Wunder des Tages, und zähltedie Sterne der Nacht. Wir kennen noch nicht dieZahl der Sterne, die Wunder des Tages habenwir noch nicht enträthselt, die alten Zweifel sindmächtig geworden in unserer Seele — ist jetztmehr Glück darin, als ehemals? Wir wissen, dassdiese Frage, wenn sie den großen Haufen betrifft,nicht leicht bejaht werden kann; aber wir wissenauch, dass ein Glück, das wir der Lüge verdanken,kein wahres Glück ist, und dass wir in den ein-zelnen zerrissenen Momenten eines gottgleichcrenZustandes, einer höheren Geistcswürde mehr Glückempfinden können, als in den lang hinvegetiertcnJahren eines dumpfen Köhlerglaubens.