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gleicht man die Nhland'schcn Ritter mit den Ritternder alten Gesänge, so kommt es nns vor, als be-standen sie aus Harnischen von Blech, worin lauterBlumen stechen, statt Fleisch und Knochen. DieUhland'schen Ritter duften daher für zarte Nasenweit minniglichcr als die alten Kämpen, die rechtdicke eiserne Hosen trugen und viel fraßen undnoch mehr soffen.
Aber Das soll kein Tadel sein. Herr Uhlandwollte uns keineswegs in wahrhafter Kopci diedeutsche Vergangenheit vorführen, er wollte unsvielleicht nur durch ihren Widerschein ergötzen, und.er ließ sie freundlich zurückspiegeln von der däm-mernden Fläche seines Geistes. Dieses mag seinenGedichten vielleicht einen besonderen Reiz verleihenund ihnen die Liebe vieler sanften und guten Men-schen erwerben. Die Bilder der Vergangenheit übenihren Zauber selbst in der mattesten Beschwörung.Sogar Männer, die für die moderne Zeit Parteigcfasst, bewahren immer eine geheime Sympathiefür die Überlieferungen alter Tage; wunderbar be-rühren uns diese Geisterstimmen selbst in ihremschwächsten Nachhall. Und es ist leicht begreiflich,dass die Balladen und Romanzen unseres vortreff-lichen Uhland's nicht bloß bei Patrioten von 1813,bei frommen Jünglingen und minniglichcn Jung-