rechtfertigen, und Alles, was er unter dem NamenPhilosophie jetzt lehrt, ist nichts Anders als eineRechtfertigung des Katholicismus. Dabei spcculicrteman noch auf den Ncbenvorthcil, dass der gefeierteName die weishcitsdürstcnde deutsche Jugend nachMünchen lockt, und die jesuitische Lüge im Gewändeder Philosophie sie desto leichter bcthört. Andächtigkniet diese Jugend nieder vor dem Manne, densie für den Hohepriester der Wahrheit hält, undarglos empfängt sie aus seinen Händen die ver-giftete Hostie.
Unter den Schülern des Herren Schelling nenntDeutschland in besonders rühmlicher Weise denHerren Steffens, der jetzt Professor der Philosophiein Berlin. Er lebte zu Jena, als die Schlegel dortihr Wesen trieben, und sein Name erklingt häufigin den Annalcn der romantischen Schule. Er hatspäterhin auch einige Novellen geschrieben, worinviel Scharfsinn und wenig Poesie zu finden ist.Bedeutender sind seine wissenschaftlichen Werke, na-mentlich seine Anthropologie. Diese ist voll originalerIdeen. Von dieser Seite ist ihm weniger Aner-kennung zu Thcil geworden, als er wohl verdiente.Andere haben die Kunst verstanden, seine Ideen zubearbeiten, und sie als die ihrigen ins Publikumzu bringen. Herr Steffens durfte mehr als sein