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6 (1861) Über Deutschland : T. 2
Entstehung
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Admetos; wir sehr» ihn dann wieder, wie er mitdein Stolze eines Dalai-Lama den Kotzcbuc nichtanerkennen will; wie Dieser, um ihn herabzusetzen,eine öffentliche Feier zu Ehren Schillcr's bcranstaltct; überall aber sehen wir ihn klug, schön, liebens-würdig, eine holdselig erquickende Gestalt, ähnlichden ewigen Göttern.

In der That, die Übereinstimmung der Per-sönlichkeit mit dem Genius, wie man sie bei außer-ordentlichen Menschen verlangt, fand man ganz beiGoethe. Seine äußere Erscheinung war eben so be-deutsam wie das Wort, das in seinen Schriftenlebte; auch seine Gestalt war harmonisch, klar,freudig, edel gemessen, und man konnte griechischeKunst an ihm studieren, wie an einer Antike. Dieserwürdevolle Leib war nie gekrümmt von christlicherWnrmdcmuth; die Züge dieses Antlitzes waren nichtverzerrt von christlicher Zerknirschung; diese Augenwaren nicht christlich-sündcrhaft scheu, nicht andäch-tclnd und himmelnd, nicht flimmernd bewegt;nein, seine Augen waren ruhig wie die eines Got-tes. Es ist nämlich überhaupt das Kennzeichen derGötter, dass ihr Blick fest ist und ihre Augen nichtunsicher hin und her zucken. Daher, wenn Agni,Varuna, Aama und Jndra die Gestalt des Nala

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