sogenannten Phänomena und Noumena abhandelt,für den wichtigsten Thcil, für den Mittelpunkt seinerPhilosophie halte. Kant macht nämlich einen Unter-schied zwischen den Erscheinungen der Dinge undden Dingen an sich. Da wir von den Dingen nurinsoweit etwas wissen können, als sie sich unsdurch Erscheinung kundgeben, und da also dieDinge nicht, wie sie an und für sich selbst sind, sichuns zeigen, so hat Kant die Dinge, insofern sieerscheinen, Phänomena, und die Dinge an und fürsich Noumena genannt. Nur von den Dingen alsPhänomena können wir Etwas wissen, Nichts aberkönnen wir von den Dingen wissen als Noumena.Letztere sind nur problematisch, wir können wedersagen: sie existieren, noch: sie existieren nicht. Ja,das Wort Noumen ist nur dem Wort Phänomennebengcsetzt, um von Dingen, insoweit sie unserkennbar, sprechen zu können, ohne in unserem Ur-thcil die Dinge, die uns nicht erkennbar, zu berühren.
Kant hat also nicht, wie manche Lehrer, dieich nicht nennen will, die Dinge unterschieden inPhänomena und Noumena, in Dinge, welche füruns existieren, und in Dinge, welche für uns nichtexistieren. Dieses wäre ein irländischer Bull in derPhilosophie. Er hat nur einen Grenzbegriff gebenwollen.