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mit Luthcr beginnt, dass seine geistlichen Lieder sichals die ersten wichtigen Erscheinungen derselben aus-weisen und schon den bestimmten Charakter derselbenkund geben. Wer über die neuere deutsche Literaturreden will, muss daher mit Luther beginnen, undnicht etwa mit einem Nürcmbcrger Spießbürger,Namens Hans Sachs, wie ans unredlichen? Miss-wollen von einigen romantischen Litcratoren gesche-hen ist. Hans Sachs, dieser Troubadour der ehr-baren Schnstcrzunft, dessen Meistergesang nur eineläppische Parodie der früheren Minneliedcr und dessenDramen nur eine töpelhaftc Travestie der altenMysterien, dieser pedantische Hanswurst, der diefreie Naivctät des Mittelalters ängstlich nachäfft,ist vielleicht als der letzte Poet der älteren Zeit,keineswegs aber als der erste Poet der neueren Zeitzu betrachten^). Es wird dazu keines weiterenBeweises bedürfen, als dass ich den Gegensatz un-serer neuen Literatur zur älteren mit bestimmtenWorten erörtere.
Betrachten wir daher die deutsche Literatur, dievor Luthcr blühte, so finden wir?
*) Hier schließt das erste Bach der französischen Aus-i gaben. In der Itevus ctes cleux inoaäas steht noch der zn-nächstfolgcnde Satz; doch fehlt anch hier die obige Vergleichungder älteren mit der neuen Literatur. Der Heransgeber.
He ine'S Werte. Bd. V. 7