Druckschrift 
1 (1842) (1842)
Entstehung
Seite
382
Einzelbild herunterladen
 

382

kürzerer oder längerer Zeit traten dann die Wirkungen ein,indem einige von den Magnetisirtcn in Convulsionen sielen.Um sich nun von der Wirksamkeit dieser Heilart zu über-zeugen, ließen die Mitglieder der Commission einen Ver-such an sich selbst damit anstellen, und sich wöchentlich2^ Stunde lang magnetisircn; allein dieß geschah, ohnedaß sich bei ihnen auch nur die mindeste Wirkung zeigte;selbst bei denen nicht, die zufällig etwas unwohl waren.Noch nicht hierdurch abgeschreckt, wählten die Beurtheilerjetzt vierzehn, nach Alter, Stand und Geschlecht ganz ver-schiedene Patienten zu einer neuen Probe aus. Neun vonVenselben empfanden von dem angewendeten Magnetismusgar keine Wirkung; zwei hatten einige, aber so schnellvorübergehende und wenig hervorstechende Empfindungen,daß es nicht zu bestimmen war, ob dieselben dem Magne-tismus zugeschrieben werden konnten; bei drei Individuenendlich zeigten sich auffallende Erscheinungen, welche jedochnach der Meinung der Commission nicht vom Magnetis-mus, sondern vom Einflüsse äußerer Umstände abgeleitetwerden mußten.

Daß wirklich die Einbildungskraft solcher Kranken vor-züglich wirksam sey, davon überzeugten sie sich dadurch,daß sie mehrere Personen, die vorzüglich empfindlich fürden thierifchen Magnetismus schienen, mit verbundenenAugen einer magnetischen Behandlung bald wirklich, baldscheinbar unterwarfen. Gewöhnlich erschienen die Wirkun-gen, wenn die Kranken glaubten, daß sie magnetisirt wür-den; dagegen blieb jede Wirkung aus, wenn man sie glau-ben machte, das Magnelisicen sei unterbrochen, so sehr sichauch die geübtesten Magnetiseurs abmühetcn, die Wirkun-gen hervorzurufen. Diese und andere Erfahrungen bestimm-