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auf die Erfindung eines Instruments gerathen, welchesschon wirklich eine Art von Orgel war.
Der lederne Schlauch konnte in einen hölzernen Kastenumgeschaffen werden; man konnte die Pfeife mit Löchernwieder bei Seite setzen und zur ursprünglichen, zusammen-gesetzten Hirtenpfeife zurückkehren, über dem Windkastenverschiedene Löcher anbringen, um jeder einzelnen Pfeifeeine eigene Stellung zu geben; man konnte unter diesenLöchern kleine Schieber anbringen, womit der Zugang desWindes zu den Pfeifen verschlossen und geöffnet wurdeu. f. w.: kurz, es war nun der Weg zur Herstellung deskunstreichen OrgelinstrumentS gebahnt*).
Indessen gab es doch noch mancherlciSchwierigkeiten dabeizu überwinden. So hat man Jahrhunderte lang sich mitVersuchen über die beste Art geplagt, den Wind in diePfeifen zu bringen. Anfangs wendete man hierbei nichtgleich die Blasebälge in der Art an, wie man sie jetztdabei braucht; vielmehr bediente man sich lange Zeit desWassers, um die Bewegung hervorzubringen, welche dieumgebende Luft zum Wind umschassen und in die Pfeifentreiben sollte. Daher unterschied man ehemals die Was-serorgeln von den Windorgeln. Doch war im Bezugauf die Hauptsache kein Unterschied zwischen beiden. Die
*) Die beiden musikalischen Instrumente der alten Hebräer,die hier und da unter den Namen: dlsscrobitb-, und dl->-xi-epb-l erwähnt werden, scheinen wenigstens nach Maaßgabe derBeschreibungen und Abbildungen, die Forkel in seiner Geschichteder Musik, Bd. I., Leipzig 1788. 4., S. 136 u. ff., davon lie-fert, Pfeifenwerke gewesen zu sepn, welche zur Erfindung derOrgeln viel Anlaß gegeben haben können. Jedenfalls verdientedieser Umstand noch eine nähere Untersuchung.
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