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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
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Meinung zu rehabilitieren ... Ich setzte Blut undLeben aufs Spiel ... Er hat's nicht gewollt.

Armer Menzel! ich habe wahrlich keinen Grollgegen dich! Du warst nicht der Schlimmste. DieAnderen sind weit perfider, sie verharren länger inder liberalen Vcrmummung, oder lassen die Maskenicht ganz fallen ... Ich meine hier zunächst einigeschwäbische Kammersänger der Freiheit, deren libe-rale Triller immer leiser und leiser verklingen, unddie bald wieder mit der alten Bicrstimme die Wei-sen von Anno 13 und 14 anstimmen werden . . .Gott erhalte euch fürs Vaterland! Wenn ihr, umdie Fetzen eurer Popularität zu retten, den Menzel,euren vertrautesten Gesinnungsgenossen, sakrificierthabt, so war Das eine sehr verächtliche Handlung.

Und dann muss man bei Menzeln anerkennen,dass er mit bestimmter Manncsunterschrift seineSchmähungen vertrat; er war kein anonymer Skrib-lcr und brachte immer die eigne Haut zu Markt.Nach jedem Schimpfwort, womit er uns bespritzte,hielt er fast gutmüthig still, um die verdiente Züch-tigung zu empfangen. Auch hat's ihm an geschrie-benen Schlägen nicht gefehlt, und sein literarischerRücken ist schwarz gestreift, wie der eines Zebras.Armer Menzel! Er zahlte für manchen Anderen,dessen man nicht habhaft werden konnte, für die