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Doch, Deutschland wird ruhig seine Crise beste,hen, des Deutschen gemäßigter, geschtcr Charactcrläßt das uns erwarten. Ja, schon gehen wir raschenSchrittes zun. Bessern. Schwer trennt sich freylichder Deutsche vom alten Geleise, besonders on a!tenFormen; aber deswegen ist er nicht schwerfällig in.Erkennen des Bessern, und eben dadurch bereitet sich tder nachher leichte Uebergang dazu vor. Lange tadel-ten wir unter uns Vieles als fehlerhaft; wir klagtenscher Deutschlands Zerstückelung, über Mangel an Ein- Iheit, fühlten uns keine Nation, wir spöttelten über !die Fehlerhaftigkeiten unseres langst morschen deutschen IStaatsgcbäudcs; wir lachten über unser Förmlichkeit- Iwcscn; wir ergrimmten ob des Stockes und der Act kseiner Anwendung bey'ni Militair; wir fühlten tief 'das Unvernünftige von der einen, und von der andernSeite das Unwürdige, daß Geburt da gelten sollte, iwo Talent und Geschicklichkeit Erfordernisse woreinlängst sprachen wir laut und warm für Denk- und IiGewissensfreyheit, für unbeschränkte Toleranz, sprachen.1laut für die Maxime, der Staat fordere nur gntcl»Bürger, nicht fragend nach der Parthep ihres Glan-1bens; längst sprachen unsere Schriftsteller und alle Gr.bildctcrcn mit Unwillen über die unwürdige, unchu i ^liehe Behandlung der Juden; längst schrieben und sinn- .chcn wir gegen die aus der Steuerfreiheit einzelner lStände entstehenden Nachthcile, erkannten und klagten I