Rossini und Mendelssohn.
Paris, Mitte April 1842.
Als ich vorigen Sommer an einem schönenNachmittag in Cettc anlangte, sah ich, wie ebenlängs dem Quai, vor welchem sich das mittel-ländische Meer ausbreitet, die Proccssion vorüber-zog, und ich werde nie diesen Anblick vergessen.Voran schritten die Brüderschaften in ihren rothen,weißen oder schwarzen Gewänden, die Büßer mitübers Haupt gezogenen Kapuzen, worin zwei Lö-cher, woraus die Augen gespenstisch hcrvorlugten;in den Händen brennende Wachskerzen oder Krcuz-fahnen. Dann kamen die verschiedenen Mönchsorden.Auch eine Menge Laien, Frauen und Männer, blassegebrochene Gestalten, die gläubig cinhcrschwanktcn,mit rührend kummervollem Singsang. Ich war Der-gleichen oft in meiner Kindheit am Rhein begegnet,