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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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Ich gestehe es Ihnen, wie sehr ich auch Lißtliebe, so wirkt doch seine Musik nicht angenehmauf mein Gemüth, um so mehr, da ich ein Sonn-tagskind bin und die Gespenster auch sehe, welcheandere Leute nur hören, da, wie Sie wissen, beijedem Ton, den die Hand aus dem Klavier anschlägt,auch die entsprechende Klangfigur in meinem Geisteaufsteigt, kurz, da die Musik meinem inneren Augesichtbar wird. Noch zittert mir der Verstand imKopse bei der Erinnerung des Koncertcs, worinich Lißt zuletzt spielen hörte. Es war im Koncertefür die unglücklichen Jtaliäner, im Hotel jener schö-nen, edlen und leidenden Fürstin, welche ihr leib-liches und ihr geistiges Vaterland, Italien und denHimmel, so schön repräsentiert. . . (Sie haben siegewiss in Paris gesehen, die ideale Gestalt, welchedennoch nur das Gefängnis ist, worin die heiligsteEngclsecle eingekerkert worden . .. Aber dieser Ker-ker ist so schön, dass Jeder wie verzaubert davorstehen bleibt und ihn anstaunt) ... Es war imKoncerte zum Besten der unglücklichen Jtaliäner,wo ich Lißt verflossenen Winter zuletzt spielen hörte,ich weiß nicht mehr was, aber ich möchte daraufschwören, er variierte einige Themata aus der Apo-kalypse. Anfangs konnte ich sie nicht ganz deutlichsehen, die vier mystischen Thicre, ich hörte nur ihre