selber bemerkt, dass ein Schauspiel von Franconiihm mehr Vergnügen machte als die beste Oper; erüberzeugte sich, dass der größte Thcil des Publi-kums von denselben Empfindungen beseelt sei, dassdie meisten Leute ans Konvenicnz in die große Opergehen und nur dann sich dort ergötzen, wenn schöneDekorationen, Kostüme und Tanze so sehr ihre Auf-merksamkeit fesseln, dass sie die fatale Musik ganzüberhören. Der große Vcron kam daher auf dengenialen Gedanken, die Schaulust der Leute in sohohem Grade zu befriedigen, dass die Musik siegar nicht mehr genieren kann, dass sie in der gro-ßen Oper dasselbe Vergnügen finden wie bei Fran-coni. Der große Vcron und das große Publikumverstanden sich; Jener wusste die Musik unschädlichzu machen, und gab unter dem Titel „Oper"Nichts als Pracht- und Spcktakelstttcke; dieses, dasPublikum, konnte mit seinen Töchtern und Gattin-nen in die große Oper gehen, wie es gebildetenStänden ziemt, ohne vor Langeweile zu sterben.Amerika war entdeckt, das Ei stand auf der Spitze,das Opernhaus füllte sich täglich, Franconi wardüberboten und machte Bankrott, und Herr Vcronist seitdem ein reicher Mann. Der Name Veronwird ewig leben in den Annalen der Musik; er hatden Tempel der Göttin verschönert, aber sie selbst
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