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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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Bauwerke mehr zu Staude bringen, antworteteich ihm: „Theurcr Alphonsc, die Menschen in jeneralten Zeit hatten Überzeugungen, wir Neueren habennur Meinungen, und es gehört Etwas mehr alseine bloße Meinung dazu, um so einen gothischen? Dom aufzurichten."

Das ist es. Meyerbecr ist ein Mann derÜberzeugung. Dieses bezieht sich aber nicht eigent-lich auf die Tagesfragen der Gesellschaft, obgleichauch in diesem Betracht bei Mcyerbeer die Gesin-nungen fester begründet stehen, als bei anderenKünstlern. Mcycrbcer, den die Fürsten dieser Erdemit allen möglichen Ehrenbezeugungen überschütten,und der auch für diese Auszeichnungen so viel Sinnhat, trägt doch ein Herz in der Brust, welches fürdie heiligsten Interessen der Menschheit glüht, undunumwunden gesteht er seinen Kultus für die Hel-den der Revolution. Es ist ein Glück für ihn, dassmanche nordischen Behörden keine Musik verstehen,sie würden sonst in den Hugenotten nicht bloß einenPartcikampf zwischen Protestanten und Katholiken> erblicken. Aber dennoch sind seine Überzeugungennicht eigentlich politischer und noch weniger reli-giöser Art; sncin, auch nicht religiöser Art, seineReligion ist nur negativ, sie besteht nur darin,dass er, ungleich anderen Künstlern, vielleicht aus