Einige andere gnte Stücke von ihm entgingen mir,weil ich sie ans der großen Menge nicht heraus-finden konnte, ehe sie ebenfalls fortgcnommcn wurden.Ich erkannte aber gleich von selbst, dass Dccampsein großer Maler sei, als ich zuerst ein kleinesBild von ihm sah, dessen Kolorit und Einfachheitmich seltsam frappierten. Es stellte nur ein türki-sches Gebäude vor, weiß und hochgcbant, hie undda eine kleine Fcnstcrlukc, wo ein Türkcngcsichthervorlanscht, unten ein stilles Wasser, worin sichdie Krcidcwändc mit ihren röthlichcn Schatten ab-spiegeln, wunderbar ruhig. Nachher erfuhr ich, dassDecamps selbst in der Türkei gewesen, und dasses nicht bloß sein originelles Kolorit war, wasmich so sehr frappiert, sondern auch die Wahrheit,die sich mit getreuen und bescheidenen Farben inseinen Bildern des Orients ausspricht. Dieses ge-schieht ganz besonders in seiner „Patrouille." Indiesem Gemälde erblicken wir den großen Hadji-Bci, Oberhaupt der Polizei zu Smyrna, der mitseinen Myrmidoncn durch diese Stadt die Rundemacht. Er sitzt schwammbanchig hoch zu Ross, inaller Majestät seiner Insolenz, ein beleidigend arro-gantes, unwissend stockfinsteres Gesicht, das voneinem weißen Turban übcrschildct wird; in denHänden hält er das Sccpter des absoluten Basto-
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