Druckschrift 
2 (1817)
Entstehung
Seite
118
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Il»

das Corps des Generals Baron Sacken, rückte gleichfalls bisnach Bunzlau vor, und lagerte daselbst, den rechten Flügelauemachend, rechts von der Straße;das Corps des Generals Grafen Langeron niarschirte mit dem

Hauptcorps b>ö in das Lager bei Lauterseifcn;die Vcudcrtruppen standen bei Löwenberg und arbeiteten an derWiedcrherpeUung der Brücken.

Das Hauptquartier des Generals von Blücher befand sich zuHollstein.

Der General v. Horn mit den Vordertruppen vom Corpsdes Generals Baron Sacken vereiniget, hatte der feindlichen Nach-hut gcgciiübe gestanden, selbige war in der vortheilhaften Stellungzwischen Lostnntz und Nieder-Schönfeld aufgestellt, und zog sichheute mit Tagesanbruch ab. Die crstern verfolgten sie schnelldurch den Engwcg von Gnadcnbcrg. Der Feind hatte die Vor-stadt von Bunzlau noch mit Scharfschützen besetzt; d r Oberst vonKatzler ging mit dem brandenburgischen Husaren- und Uhlanen-Regniente, einer reitenden und einer Fußbarterie, die Stadt rechtsliegen lastend, bis auf die Höhen von Eckersdvrf vor, und beschoßden über den Bober zurückmarschirendcn Feind. Es war seinFeuer so wirksam, daß die Brücke durch Haubitzgranaten in Brandgerieth, der Feind zündete in der Stadt schnell seine Magazine an,und floh nach der Brücke; nun ward der Feind sowohl durchKartätschenfeucr, als durch die Zager und Scharfschützen sehr leb-haft verfolgt, die letztere» drangen bis über die brennende Brückeam Mühlgraben, und über den klemen Arm des Bobers bis zuder großen Brücke vor; der Oberst v. Katzlcr ließ die Uhlanen ab-sitzen um diese zu löschen.

Es fuhr nun eine russische ispf. Batterie weiter links aufeiner Höhe auf, und beschoß den auf den Anhöhen jenseits desBoberS aufmarschirten Feind mit so viel Wirkung, daß er ab-marschircn mußte. Die Brücke wurde nun zwar gelöscht, alleinsie war so beschädiget, daß man dein Feinde nicht sogleich mitTruppenmasten nachrücken konnte, und doch war dies nothwendig,weil der Feind noch das Dorf Tillendorf und den darin vortheil-haft gelegenen Kirchhof stark besetzt hatte. Der General v. Hornließ nun 2 Kanonen bis dicht an der Bobcr vorrücken, und ihrFeuer vertrieb den Feind, die Brücke ward einigermaßen wiederhergestellt, so daß mehrere Kosaken-Regimenter sogleich hinübergingen, um den Feind zu verfolgen, das Dorf Tillendorf wurdevon den beiden schlcsischen Landwehr-Bataillons von Knorr undvon Courbiere und von den Scharfschützen des Lcib-Znfanterie-RegimentS besetzt, so wie die Stadt Bunzlau, von den Landwehr-Bataillons v. Pettingkofer und v. Wedel.

Nun blieb cö 2 Stunden lang ruhig; hierauf aber griff derwieder zurückkehrende Feind, nachdem er die Kosaken zurückgetrie-ben hatte, das Dorf Tillendorf an, nöthigte das preußische Fuß-volk über die Brücke zurück zu kehren, und beschoß die diesseitsgenommene Stellung sehr lebhaft; der Zweck des Feindes dabeiwar, die Brücke zu zerstören, um die verbündeten Truppen vom