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§. 194. Beschreibung und Gebrauch der astronom. Instrumente. »x ^
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tet, in deren Mitte, als in dem Mittelpunkte dieser Basis, die auf demQuecksilber verttcal stehende, also nach dem Zenithe des Beobachtersgehende Linie liegen muß, daher man auch die Mitte der beiden Able-ungen am Kreise zu nehmen hat, um den gesuchten Punkt desselben zu
erhalten.
Uebrigens muß der Kreuzfaden des Collimators genau in demBrennpunkte seines Objektivs liegen, was man durch das oben (H. 177)
der Ebene dieses Ringes bewegt, wird dazu dienen, den einen dieser
Fäden mit dem horizontalen Faden des Kreisrohres nahe parallelzu stellen.
Man sieht, daß der eigentliche Zweck des Collimators ist, uns denStellvertreter eines Fixsterns zu geben, der in einem sehr kleinen Kreisesich bewegt, dessen Mittelpunkt das Zenith oder eigentlich das Nadir desBeobachters ist. Wenn man die Zenithdistanz dieses Sterns in denbeiden Punkten seines Kreises beobachtet, die dem Süd- und Nordpunktedes Himmels am nächsten liegen, und wenn man dann die Mitte derbeiden Ablesungen nimmt, so erhält man dadurch den Punkt des Jnftru-mentalkreises, der dem Zenithe entspricht.
H. 194. (Verschiedene Meridiankreise.) Obschon die von Römer vor-geschlagenen ganzen Kreise unbezweifelte und auch gleich anfangs allge-mein anerkannte Vorzüge vor den Quadranten besitzen, so konnten siedoch die ersten Künstler noch nicht mit derjenigen Genauigkeit verferti-gen, welche den Wünschen der Beobachter ihrer Zeit zu entsprechen imStande gewesen wäre. Aus dieser Ursache blieb auch der Mauerquadrant,in Verbindung mit dem Zenithsector, bis nahe zu dem Anfange desgegenwärtigen Jahrhunderts das einzige oder doch das vorzüglichste In-strument zur Beobachtung der Zenithdistanzen der Gestirne. Doch warzu dieser Zeit schon ein ganz vorzüglicher Kreis von sechs Fuß Durch-messer, welchen der berühmte Ramsden in England verfertigt hatte, imBesitze Piazzi's in Palermo, eines der eifrigsten und geschicktesten Be-obachter. Ein nahe gleich großes Instrument dieser Art wurde um die-selbe Zeit für die Sternwarte in Dublin vollendet, und ein kleinerer,unter der Benennung des Weftbury Circle, war in den Händen vonPond. Alle diese Instrumente haben gute Früchte getragen. Die schön-sten und reichsten aber verdankt man jenem in Palermo, durch welchenuns Piazzi den ersten großen und verläßlichen Sternkatalog von 7456Sternen geliefert hat. Seit Troughton i. I. 1809 seine vortrefflicheMethode, diese Instrumente einzutheilen, bekannt gemacht hat, eine Me-thode, die später durch Reichenbach wesentliche Verbesserungen erhielt,nahm die Güte und Brauchbarkeit derselben immer zu. Indeß warenjene Kreise von Ramsden in ihrer Bauart wesentlich von den oben be-schriebenen verschieden. Diese Kreise waren nämlich zwischen zwei me-tallenen Säulen befestiget, welche letzten wieder auf einer horizontalenPlatte ruhten, die sich, sammt Kreis und Säulen, um ihre vertikaleAxe bewegen ließen, daher diese Instrumente auch mit einem nahe ebenso großen horizontalen Kreise versehen waren, um damit die Azimuthe,sowie mit jenem die Zenithdistanzen, zu messen. Aus dieser Ursachewurden sie auch in England unter der Benennung des altituäe anä cmi-mmlml instruinent oder des reversible oirele bekannt.
Im Jahre 1812 vollendete Troughton den ersten Mauerkreis(murul eirele), der auf der Sternwarte in Greenwich aufgestellt wurde
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