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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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429
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§. 175.

Kometen.

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am 2listen November 1818 entdeckt. Encke, der ihn einer sehr genauenRechnung unterwarf, erkannte der Erste seine Umlaufszeit von nahe SJahren und 115 Tagen. Er wurde schon früher dreimal, in den Jah-ren 1786, 1795 und 1865 gesehen und beobachtet, aber ohne daß manseine für einen Kometen doch so auffallend kurze Umlaufszeit bemerkthätte. Die halbe große Ape seiner Bahn beträgt 2.2 und die halbekleine 1.2 Halbmesser der Erdbahn. Die Epcentricität derselben ist 6.849Halbmesser seiner eigenen Bahn oder 1.87 Halbmesser der Erdbahn.Äemnach beträgt seine größte Entfernung von der Sonne 4 .67 und seinekleinste 6.3Z Halbmesser' der Erdbahn. Die Neigung seiner Bahn ist 13,die Länge des aufsteigenden Knotens 335 und die seines Perihels 157Grade. Seine Bewegung endlich ist direct, wie die aller Planeten.

Dieser Komet gehört zu den kleinen und schwachen Kometen, und erbat eine kugelförmige Gestalt ohne merklichen Schweif (m. s. Fig. 83).Auch er kann der Erde nie nahe kommen und noch weniger mit ihr zu-sammenstoßen, daher wir von ihm nichts zu fürchten haben. Encke fanddurch seine Berechnungen, daß die große Axe seiner Bahn, also auch,nach dem dritten Kepler'schen Gesetze (I. tz. 146) seine Umlanfszeit im-mer kleiner wird, eine sehr auffallende Erscheinung, da diese Elemente,wie man weiß, bei allen Planeten durchaus beständig und auch nichtder geringsten Veränderung unterworfen sind. Encke sucht die Ursachedavon in dem Widerstande, welchen der durch den ganzen Weltraumverbreitete Aether, seiner großen Feinheit ungeachtet, einem so lockernund wenig dichten Körper entgegen setzt, während derselbe auf die vieldichteren Planeten keinen für uns merkbaren Einfluß ausübt.

Auf den ersten Blick könnte es sonderbar scheinen, daß der Wider-stand eines solchen Mittels, in welchem sich ein Körper bewegt, die Ge-schwindigkeit desselben beschleunigen soll, denn das thut sie, wenndadurch der Halbmesser der Bahn kleiner, oder wenn der Komet derSonne näher gerückt wird. Allein man wird sich erinnern, daß aufeinem um die Sonne gehenden Himmelskörper immer zwei Kräfte wir-ken: die anziehende Kraft dieser Sonne und die Tangentialkraft, dievon einem ursprünglichen Stoße herrührt, welchen der Komet im Anfangeseiner Bewegung erhalten hat. Nach der letzten Kraft bestrebt sich derKomet, in jedem Augenblicke nach der geradlinigen Tangente seinerBahn fortzugehen, von welcher er, durch die erste Kraft, immer wiedergegen die Sonne abgelenkt oder der Sonne genähert wird. Die Ge-sammtwirkung beider Kräfte macht ihn dann in der krummen Bahnfortgehen, die er in der That um die Sonne beschreibt. Durch den Wi-derstand jenes Mittels wird nun ihre Tangentialkraft offenbar vermin-dert, und das ist, da es sich hier nur um die Verhältnisse beider Kräftehandelt, ganz eben so viel, als ob die Attractionskraft der Sonne ver-mehrt worden wäre, so daß also die Sonne, wegen jenes Mittels, ihnstärker anziehen, ihn näher zu sich ziehen und eben dadurch auch seineGeschwindigkeit vermehren oder seine Umlaufszeit vermindern mns;.Wenn die Bahn des Kometen eine feste, kanal-ähnliche Bahn wäre,wenn z. B. eine Kugel von Metall oder Elfenbein sich in irgend einerkrummen Röhre bewegte, so ist kein Zweifel, daß sie sich in dem leerenRaume dieser Röhre fchneller, als in einer mit Luft oder Wasser gefüll-ten Röhre bewegen würde, so daß also hier der Widerstand des Wassersin der That eine Verzögerung, und nicht, wie dort, eine Beschleunigungder Geschwindigkeit des Körpers hervorbringen würde. Allein die himm-lischen Körper bewegen sich in keinen solchen festen Kanälen, sondernbloß in imaginären Bahnen, die nachgeben oder sich ändern, sobald

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