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sind ferner auch die Massen dieser zwei Gattungen von Planeten, dennwenn man die Masse der Erde als Einheit annimmt, so ist die der Ve-nus 2/,o, des Merkur '/« und die des Mars nahe ^/«, während imGegentheile die Masse Jupiters 316, die des Saturn 95 und die desUranus 17 mal größer ist, als die der Erde. Endlich scheint dieserUnterschied sich selbst auf die Dichtigkeiten dieser Massen fortzusetzen,denn die Dichtigkeit Merkurs ist 3^/z, der Venus 1'/,» und des Mars ^von der der Erde, während die Dichtigkeit Jupiters und des Uranusnur '/z und die des Saturn nur '/i» von der Dichtigkeit der Erde be-trägt , so daß also jene vier Planeten au Beleuchtung und Erwärmung,an der ^änge der Tage und an Dichtigkeit den drei entfernter« vorgehen,während sie wieder von diesen an der Große ihres Umfangs, an derMenge ihres körperlichen Stoffs und au der Abplattung ihrer Poleübertroffen werden.
H. 93. (Atmosphäre Jupiters.) Man könnte selbst noch einen andernUnterschied anführen, durch welchen sich diese zwei abgesonderten Plane-tenfamilien, wenn man so sagen darf, wesentlich unterscheiden. DieAtmosphären nämlich, mit welchen sie alle umgeben sind, bestehen beijenen vier der Sonne nähern Planeten aus einem luftförmigen, äußerstlockern Gewebe, während sie bei den drei andern eine mehr feste, starre,vielleicht schon unsern tropfbaren Flüssigkeiten ähnliche Masse zu bildenscheinen. Man sieht nämlich auf der Oberfläche Jupiters vier bis fünfgroße und mehrere kleinere Streifen, die alle unserer Ekliptik oder eigent-lich dem Aequator Jupiters parallel sind und von welchen die größerndurch die ganze Scheibe dieses Planeten gehen. Fontana soll die dreigrößten derselben im I. 1633 entdeckt haben, und Campana fand mitden von ihm selbst verbesserten, für seine Zeit vortrefflichen Fernröhreni. I. 1664 vier dunkle und zwei helle Streifen. Hevel und Cassinierkannten zuerst, daß sie der Ekliptik nahe parallel sind. Die FigurJupiters ( Fig. 85) zeigt diese Streifen nach den Beobachtungen desjüngeren Herschels. Außer diesen langen Streifen sieht man nochkleinere, dunkle, wolkenartige Flecken. Von jenen größern sind diezwei dem Aequator nächsten die breitesten und dunkelsten von allen,und zugleich in ihren Formen die beständigsten; die übrigen sindgroßen Veränderungen ihrer Gestalt sowohl, als auch ihres Ortes unter-worfen. Die kleineren entstehen und verschwinden oft schon in mehrerenStunden, doch sind ihre Ortsveränderungeu, wo man sie bemerkt, immerdenen der großen, also dem Aequator Jupiters, parallel. Zuweilen siehtman sie, wie unsere Wolken, sich anhäufen und wieder trennen, undüber einen großen Theil Jupiters sich verbreiten. Aus den großenStreifen laufen öfter kleinere, wie Strahlen, aus, und zuweilen siehtman auch mitten in den Streifen ganz schwarze Flecken entstehen. Esscheint, daß man in diesen Streifen den dunkeln Theil der Oberflächedes Planeten sieht, wenn über diesem Theile die Atmosphäre sich trenntoder eine Oeffnung erhält, weil man diese dunkeln Flecken nie in ihrerganzen Farbenftärke bis an den Rand der Scheibe kommen, sondern sieimmer zuerst schwächer werden und dann erst allmählig verschwindensieht, wie sie dem Rande näher kommen. Es gibt Zeiten, wo alle dieseStreifen sehr schwach erscheinen, wenn auch unsere eigene Atmosphäreganz heiter ist. Zuweilen sieht man acht bis zehn lange, parallele, nahean einander gedrückte Streifen; ja der ältere Herschel soll einmal übervierzig derselben gezählt haben.
H. 94. (Streifen und Flecken auf Jupiter.) Es ist durchaus nicht
wahrscheinlich, daß diese Streifen und Flecken der Oberfläche Jupiters