i8l —1 «2. Der Mond d. Erde u. die Satelliten der übrig. Planeten. 221
guugen dieser Bahnen aber gegen die Saturnsbahn sind viel beträcht-licher, als bei den Monden Jupiters, daher auch ihre Finsternisse vielseltener sind. Bei dem siebenten oder dem von Saturn entferntestenMonde hat man bemerkt, daß er auf der Ostseite seines Hauptplanetenimmer Heller ericheint, als bei seiner westlichen Digresfion. Mit mehrVerläßlichkeit hat man ähnliche Beobachtungen auch an den SatellitenJupiters angestellt, und daraus geschlossen, daß sich diese Satellitenalle, lo wie unser Mond (§>. 166) in derselben Zeit um ihre Aredrehen, in welcher sie sich um ihren Hauptplaneten bewegen. DieseGleichheit der Revolution und der Rotation scheint daher ein allenSatelliten gemeinsames Gesetz zu seyn.
§. 181. (Satelliten des Uranus.) Roch unbekannter sind uns diesechs Satelliten des äußersten unserer Planeten, des Uranus. Nach denBeobachtungen des älteren Herschels sind die siderischen Umlaufszeitenund die Entfernungen derselben von dem Mittelpunkte des Uranusfolgende.
'
Sideriscbe Umlaufszeitenin Tagen
Mittlere Entfernung inHalbmessern des Uranus
I.
5.89
13.1
II.
8.71
17.6
IU
16 96
19.8
IV.
13.46
22.7
V.
38.67
45.5 !
IV.
167.69
91.6
Die Bahnen dieser sechs Monde sollen alle auf der Uranusbahnnahe senkrecht stehen. Wenn daher auch hier, wie es bei Jupiter undSaturn der Fall ist, die Bahnen der Satelliten nahe mit dem Aeguatorihrer Hauptplaneten zusammen fallen, so würde die Schiefe der Ekliptikbei Uranus nahe ein rechter Winkel seyn, und daher auf ihn die oben(H. 91) gegebene Bemerkung unmittelbar angewendet werden können.
h. 182. (Ring Saturns.) Wir kehren noch einmal zu diesem Pla-neten zurück, um einer Eigenthümlichkeit desselben zu erwähnen, die imganzen gestirnten Himmel, so weit wir denselben kennen, ohne Beiipielist. Saturn ist nämlich, nebst seinen sieben Monden, noch mit einemdoppelten, kreisförmigen, dem Hauptplaneten concentrischen Ringe um-geben, dessen Daseyn zuerst Huygens im Jahre 1655 erkannt hat. BeideRinge liegen nahe in der Ebene des Aeguators dieses Planeten. DieDimensionen dieser Ringe sind für die mittlere Distanz des Uranus von
der Erde nach den neuesten Messungen folgende: „
Aeußerer Ring. Aeußerer Halbmesser V — 26 .64/; innerer
Halbmesser I! — 17".644. ^ ^
Innerer Ring. Aeußerer Halbmesser a 1/ .23/; innerer
Halbmesser b — I3".334. ^ ^^ .
Dabei wird der Aequatorialhalbmesser Saturns selbst gleich i---8".995vorausgesetzt. Dem gemäß ist daher die Breite des äußeren Rings- U — 2".463 und die des inneren a — d — 3".963. Die Breire