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5. 177-179. Der Mond der Erde u. die Satelliten d. übrig. Planeten. 219
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Oft sieht man diese Monde plötzlich verschwinden, und nach einigenStunden weiter östlich wieder erscheinen. Man erkannte bald, daß dieseM 011 d 6 fi n st ern i j > e durch den Schatten ihres Hauptplaneten hervor-gebracht werden, und dast daher beide Himmelskörper an sich dunkelsind, und ihr Licht nur von der Sonne erhalten. Mit guten Fernröhrensieht man die,e Satelliten auch oft an der östlichen Scheibe Jupiters indielelbe eintreten, und auf derselben gegen den westlichen Rand fort-rücken, wo ihnen nahe eben so große dunkle Flecken folgen, die denselbenWeg, wie jene, und mit derselben Geschwindigkeit zurücklegen. DieseFlecken lind die Schatten der Satelliten, welche sie auf ihren Haupt-planeten werfen. Diese Erscheinungen sind daher wahre Sonueufi li-ste rnch je, welche diese Monde auf der Oberstäche Jupiters veranlassen.
§. 177. (Merkwürdige Verhältnisse zwischen diesen Satelliten.) Ver-gleicht man die mittleren Längen der drei dem Jupiter nächsten Satelliten,so findet man, daß für jede gegebene Epoche die Länge des ersten odernächsten sammt der doppelten Länge des zweiten, weniger der dreifachenLänge des dritten immer gleich 180 Graden ist. Eben so ist die mittleresiderische Bewegung des ersten für irgend einen Zeitraum sammt derdoppelten des zweiten immer gleich der dreifachen Bewegung des drittenwährend derselben Zeit. Daraus folgt, daß diese drei Satelliten niealle zugleich verfinstert werden können.
Die Neigungen der Bahnen dieser Satelliten gegen den AequatorJupiters sind sämmtlich sehr gering. Ohne Zweifel sind sie ebenfallsEllipsen, in deren einem Brennpunkte der Mittelpunkt ihres Haupt-planeren liegt. Aber sie sind alle zu weit von uns entfernt, um dieExcentricität ihrer Bahnen beobachten zu können, die zwei äußerstenausgenommen, bei denen man sie in der That schon bemerkt hat.
H. 178. (Anwendung derselben zu andern astronomischen Untersuchungen.)
Es ist bereits oben bemerkt worden (tz. 77), daß die Beobachtung derFinsterniste dieser Monde uns die Geschwindigkeit des Lichts kennengelehrt hat.
Eben so geben uns auch dieselben Finsternisse wenigstens eine erstegenäherte Kenntniß der Entfernung Jupiters von der Sonne. Denn zurZeit der Mitte einer jeden dieser Finsternisse ist der Satellit, aus demMittelpunkte Jupiters gesehen, sehr nahe in Opposition mit der Sonne,oder seine von Jupiter gesehene Länge ist gleich der heliocentrischenLänge Jupiters, die uns durch die Tafeln (H. 144) dieses Planeten ge-geben ist. Eben so geben uns aber auch die Sonnentafeln die helio-centrische Länge der Erde für dieselbe Zeit. Man kennt daher in demDreiecke zwischen Sonne, Erde und Jupiter den Winkel an der Sonne,der gleich der Differenz jener beiden heliocentrischen Längen ist, undüberdieß, durch unmittelbare Beobachtung, auch den Winkel an der Erde,also kennt man auch (tz. 62 III.) die Entfernungen Jupiters von derSonne in Theilen der Entfernung der Erde von der Sonne.
H. 179. (Bestimmung der geographischen Länge.) Endlich kann mandiese Finsternipe auch sehr bequem zu Bestimmungen der geographischenLänge der Beobachtungsorte auf der Oberfläche der Erde anwenden. Dasie nämlich, so wie unsere Mondsfinfternisse (H. 175), wahrhafte Berau-bungen des Lichts sind, welches diese Satelliten von der Sonne erhalten,und welches sie, wenn sie in den Schatten ihres Hauptplaneten treten,verlieren, so muß der Anfang oder das Ende dieser Finsternisse an allenOrten der Erde in einem und demselben Augenblicke gesehen werden.Drückt daher jeder Beobachter derselben diesen Anfang der Finsternißin der Zeit seines Ortes aus, so darf man nur diese Ortszeiten zweier
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