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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
Entstehung
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149
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§. iiZ. Planetensysteme. 149

die directe scheinbare Bewegung noch mehr, daher er auch, wenn dieErde in V und der Planet in 5 ist, noch weiter gen Ost in 5/ vorge-rückt erscheint, bis er endlich wieder, wenn die Erde in der Mitte dervon dem Planeten abgewendeten Hälfte ihrer Bahn oder in Conjunctivnist, die größte scheinbare directe Bewegung erhält, und von da einezweite, der eben angeführten ganz ähnliche, Periode seiner Bewegungen

beginnt.

Es wird kaum nothwendig seyn, dieselbe Erläuterung auch für dieunteren Planeten zu wiederholen. Man wird sehr leicht die hier vor-kommenden Erscheinungen durch zwei ähnliche concentrische Kreise dar-stellen, von welchen der äußere die Bahn der Erde, nnd der kleinere,innere, die des Planeten bezeichnet. Zur Zeit ihrer obern Conjunctiv»(tz. 108), wo die Sonne zwischen ihnen und der Erde ist, find die wah-ren Bewegungen des Planeten und der Erde nach entgegengesetzten Sei-ten gerichtet, daher hier die von der Erde gesehene oder scheinbare Be-wegung direct und am größten ist. Nach der obern Conjunctivn neigtsich die Richtung der wahren Bewegung des Planeten immer mehr gegendie Erde hin, oder seine scheinbare directe Bewegung wird langsamer.Zur Zeit der größten östlichen Digresston geht die Richtung seiner Be-wegung, oder die Tangente seiner Bahn, gerade auf die Erde zu, under scheint deßhalb nunmehr eben so viel auf die linke Seite zu rücken,als die Erde in ihrer Bahn rechts rückt. Nach diesem Momente ent-fernt sich die Tangente seiner Bahn auf der andern oder westlichen Seiteimmer mehr von der Erde, und es muß daher eine Stelle geben, woseine Bewegung nach der rechten Seite genau mit jener der Erde, dieihn scheinbar nach der linken Seite vorrückt, übereinkömmt, und in die-ser Stelle wird daher der Planet seinen Stillstand haben. Von daan wird seine scheinbare Bewegung rückgängig seyn, da die wahren Be-wegungen des Planeten und der Erde, beide nach der rechten Seite ge-richtet sind, und da die des ersteren, als des der Sonne näheren Kör-pers, auch zugleich die größere ist. In der unteren Conjunctivn endlichsind beide nach der rechten Seite gehenden Richtungen der wahren Be-wegungen einander genau parallel, daher hier die scheinbare, rückgängigeBewegung des Planeten ihren größten Werth haben wird. Nach deruntern Conjunctivn erneuern sich, in der andern Hälfte der Bahn, die-selben Erscheinungen in umgekehrter Zeitfolge, bis der Planet wiederseine obere Zusammenkunft mit der Sonne erreicht.

tz. 113. (Vorzüge dieses Systems.) Alles dieß harmonirt mit denoben (h. 94, 95) erwähnten, und durch unmittelbare Beobachtungen ge-gebenen Phänomenen auf das Genaueste. Wenn man den beiden cvn-centrischen Kreisen die in H. 109 angewiesenen Halbmesser gibt, und inder Peripherie derselben die Orte des Planeten und der Erde nach denebendaselbst mitgetheilten Umlaufszeiten bezeichnet, so findet man dadurchdie Orte des Stillstandes und die Bogen des Rückgangs derselben genauan deren Stelle, und genau von der Größe, welche ihnen diese Beobach-tungen anweisen. Man sieht in einer solchen Zeichnung gleichsam ausden ersten Blick, warum die untern Planeten immer in der Nähe derSonne sich aufhalten, und warum die Durchmesser der obern Planetenin der Opposition, und die der untern in der untern Conjunctivn amgrößten erscheinen, weil sie da zugleich in ihrer gerrngsten Entfernungvon der Erde stehen. Eben so stimmt diese Erklärung mrt den Licht-phasen, die wir an den beiden untern Planeten beobachten, und die ganzden Abwechslungen der Lichtgestalten ähnlich sind, welche man an demMonde bemerkt. Ueberhaupt werden durch diese Anordnung alle jene so