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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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111
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Aberration der Fixsterne.

alle scheinbare Dp, t^pJ Dp"., so, daß jeder von ihnen parallel mitseiner frühern Lage, durch denselben Punkt 8 geht, so wird man dadurchdie Oberfläche eines Kegels erhalten, dessen Spitze in d» und dessen Basisein mit der Ekliptiss paralleler Kreis ist, dessen Mittelpunkt der wahre,aus der ruhenden Sonne gesehene Stern und dessen Halbmeper, aus derSonne betrachtet, unter dem Winkel von 20.25 Secunden erscheint. Die-ser Kreis ist eo, der, wenn er auf der Flache des Himmels projicirtwird, daselbst die oben erwähnte Aberrationsellipse gisst.

h. 77. (Messung der Geschwindigkeit des Lichts.) Wir haben bisherdie Erscheinungen der Aberration druch die Annahme darzustellen gesucht,daß die scheinbare GesichtSlinie des Sterns gegen die wahre auf derSeite, nach welcher sich die Erde bin bewegt, um einen constanten Win-kel geneigt ist, und haben ans dieser Annahme den Schluß gezogen, daßder scheinbare Ort des Sterns um den mittleren während der Zeit einesJahres eine Ellipse beschreiben werde, deren große Are bei allen Ster-nen mit der Ekliptik parallel, und gleich 4V".5 ist, während die kleineAre mit der Breite des Sterns abnimmt, und für Sterne in der Eklip-tik gänzlich verschwindet.

Diese Hypothese stellt allerdings, wie wir gesehen haben, die Be-obachtungen Bradley'S vollkommen dar, und wir können uns sonach da-mit begnügen. — Allein, welches ist die Ursache, die diesen scheinbarenOrt des Sterns immer nach der Gegend des Himmels treibt, auf welchedie Erde selbst in ihrer jährlichen Bahn in jedem Augenblicke zugeht?Sollte diese kleine Erde aus jene unendlich weit von ihr entfernten Fix-sterne in der That einen so sonderbaren Einfluß äußern?

Da die beobachteten Aenderungen der Aberration allen Sternen, ohneAusnahme, zukommen; da jene Abweichung der scheinbaren GesichtSliniederselben sich offenbar nach dem Lause der Erde richtet, da die Aenderun-gen der Breite der Sterne, wie wir gesehen haben, mit der Nahe der-selben bei der Ekliptik im unmittelbaren Zusammenhange steht, und daendlich die Periode aller dieser Aenderungen, der Länge sowohl als derBreite, genau dieselbe Dauer, wie die Umlaufzeit der Erde um dieSonne hat, so ist wohl nicht weiter zu zweifeln, daß diese Bewegungender Sterne nur scheinbar sind, und daß sie bloß durch die Bewegung derErde, gleichsam wie durch eine optische Täuschung, hervorgebracht wer-den, und daß sie daher als ein Beweis für die Existenz dieser jährlichenBewegung der Erde angesehen werden könnten, indem, wenn unsereErde, also auch unser Auge, still stünde, gar nicht abzusehen wäre, wiebann eine solche Verrückung aller Sterne möglich seyn könnte.

Um aber die wahre Ursache der Aberration aus der jährlichen Be-wegung der Erde um die Sonne abzuleiten, müssen wir zuerst eine an-dere Betrachtung vorausschicken.

Monde, die ihn umgeben, sehr wichtig, und die Entdeckungdurch Galilei, gleich nach der Erfindung des Fernrohrs, bildet eineder interessantesten Epochen in der Geschichte der Astronomie. Indemdiese vier Satelliten um den Jupiter ihren Umlauf machen, treten siefast in jeder Nacht in den Schatten, welchen der große Körper diesesPlaneten hinter sich wirft, wo dann die Beobachter Jupiters das fürsie so oft wiederkehrende Schauspiel einer MondeSfinsterniß haben, anwelcher auch wir, durch Hilfe unserer Fernröhre, Theil nehmen können.

Diese Finsternisse gaben uns, wie-ebenfalls schon Ga lilei bemerkte,

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