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Die Wunder des Himmels oder gemeinfaßliche Darstellung des Weltsystems
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74
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^ Zährliche Bewegung der Sonne. §. 52.

beider Gestirne, durch eine ähnliche Proportion, auch die Zwischenzeitfür diesen Äugenblick finden, und diese wird die gesuchte Rectascension

des beobachteten Sterns seyn.

52. (Erläuterung dieser Methode durch ein Beispiel ) Um das Bor-h ergebende durch ein Beispiel zu erläutern, wollen wir annehmen^ das;man i. I. 1830 in Wien folgende Höhen des Mittelpunkts der Sonneund die Uhrzeiten der Culminationen derselben und des Sterns « Wid-der beobachtet habe. ' u --n. ?.

Culminationen

1830 Höhe der Sonne « - Sonne

März 10 . . 41» 8' 31" . . 0" 50' 22".5 Morg. IM 0' 0"

20 . . 41 32 13 . . 10 0 0.0 12 0 021 . . 41 55 54 . . 10 3 38.0 12 0 0

Da die Aegnatorhöhe des Beobachtnngsvrtes 41» 47' 24" ist, >vfindet man aus den beobachteten Höhen der Sonne folgende mittägigeDeclinationen derselben:

Declinationen.

März 10 . . . 0° 38' 53" südl.

20 ... 0 15 11

21 ... 0 8 30 nördl.

Man steht daraus, daß das Aeguinoctium zwischen die Mittage des20. und 21. März fällt. Um die Zeit derselben genauer zu finden, hatman aus den beiden letzten Beobachtungen die Proportion

23' 41" : 24/' 15' 11" : Xworaus folgt X I5".380l oder X 15" 23' 10" oder die Sonne gingdurch den Frühlingspunkt am 20. März um 15" 23' 10".

Um nun für diesen Augenblick auch die Uhrzeit der Culmination desSterns zu finden, so geben die vorhergehenden Beobachtungen die Dif-ferenz dieser Culminationen für den 20. und 21. März gleich 0" 3' 38",so daß man daher hat

24" : 0" 3' 38" 15" 23' 10" : Xworaus folgt X 0" 2' I0".7.

Addirt man zu dieser Größe die Culminationszeit 10" 0' 0".0 des20. März, so erhält man für die gesuchte Culminationszeit des Sternszur Zeit des Aegninoctinms 10" 2' 20".0, die dann, von der Culmina-tionszeit 12" der Sonne an demselben Tage subtrahirt, 1" 57' 30".4 gibt,so daß man also hat

0" 2' 10.7

I« 0 0.0

10 2 20"?6

12 0 0

1"57' 30".4

oder nin so viel Uhrzeit ging zur Zeit des Aegninoctinms der Stern vorder Sonne, d. h. vor dem Frühlingspunkte voraus, also ist auch diegesuchte Rectascension des Sterns gleich derselben Größe oder gleich I"57' 30".4 oder, wenn man diese Zahl durch 15 mnltiplicirt, um sie inGraden auszudrücken (Einl. H. 10) gleich 20» 24' 51".0.

I. Man sieht, daß diese Methode, nebst einem guten Instrumente,um die Höhen und Durchgangszeiten zu messen, auch eine genaue Kennt-niß der Polhöhe erfordert. Von der letzten kann man sich größtentheilsunabhängig machen, wenn man dieselben Beobachtungen auch in derNähe des Herbstaequinoctiums wiederholt, wo man, wenn die Polhöhenoch etwas unrichtig ist, in der einen Zeit die Rectascension des Sterns