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§. 36.
Tätliche Bewegung der Erde.
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Erde ankömmt, so wird sie eine kleinere Geschwindigkeit haben, als der
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liches Volumen dieser Luft, z. B. von mehreren Kubikmeilen, wenn esvon den Polargegenden in die Nähe des Aequators plötzlich versetztwerden könnte, in dem letzten Orte wegen seiner verschiedenen Geschwin-
telbar berührende Oberfläche der Erde Zeit genug hat, auf diese Lust-schichten zu wirken, und ihnen, durch die Reibung derselben mit der Erde,nach und nach die Geschwindigkeit der letzteren zu ertheilen. Die Folgedavon ist, daß jene langsameren Luftschichten, wenn sie an den beidenGränzen der heißen Zone ankommen, und sich dem Aequator nähern,allmählig immer eine größere östliche Geschwindigkeit erhalten, und sich
Aequa-Gleichgewicht
der Geschwindigkeit der von den Polen zu dem Aequator strömendenLuftschichten, mit der Geschwindigkeit der Erde selbst schon vor der An-kunft jeuer Schichten, am Aequator selbst, sich hergestellt haben wird,und daß daher jene beständigen Ostwinde nur an den beiden Gränzender heißen Zone herrschen, und in der Mitte derselben, am Aequator,nicht mehr fühlbar seyn werden, wie es auch der Erfahrung vollkommengemäß ist.
Im Gegentheile werden diejenigen wärmeren Luftschichten der heißenZone, die sich ihrer geringen Dichtigkeit wegen erheben, und dann, wiewir oben gesehen haben, zu beiden Seiten gegen die Pole hin abfließen,wenn sie mit ihrer ursprünglich größeren östlichen Geschwindigkeit an derOberfläche der Erde ankommen, der Erde gegen Ost voreilen, und unsdaher auf der Nordseite des Aequators als ein Südwestwind, auf derSüdseite desselben aber als ein Nordwestwind fühlbar werden, wodurchder Ursprung der so häufigen West- und Südwest-Winde erklärt wird,die in ganz Europa und in den nördlichen Theilen des atlantischen Mee-res beinahe das ganze Jabr durch herrschen, so wie alle diese Erschei-nungen zugleich als Beweise der Rotation der Erde angesehen werden
können.
H. 36. (Rotation anderer Himmelskörper.) Endlich wird es auch hier,wie bei der Untersuchung der Kugelgestalt der Erde, erlaubt seyn, dieseErde nicht bloß als unseren Wohnort, sondern als euren derjenigengroßen Körper zu betrachten, die in so bedeutender Anzahl unseren nacht-lichen Himmel schmücken. Wir kennen schon mehrere derselben, an wel-chen wir mit unseren Fernröhren ebenfalls eine Rotation, und zwarauch in der Richtung von West gegen Ost beobachten. Der Mond drehtsich in 27-/.° Tagen um seine Axe, die Sonne rn 25'/- ^.agen, Mercur,