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14 (1862) Vermischte Schriften : Th. 2
Entstehung
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wohnte ebenfalls die größte Nneigcnnützigkcit, derduldende Stillmuth, der bescheidene Rcchtsinn, lä-chelnde Verachtung des Schlechten, und eine un-beugsame, eiserne Liebe für die unterdrückten Glau-bensgenossen. Das Schicksal derselben war, wie beijenem Moses, auch bei Marens der schmerzlich glü-hende Mittelpunkt aller seiner Gedanken, das Herzseines Lebens. Schon damals in Berlin war Mar-cus ein Polyhistor, er stöberte in allen Bereichendes Wissens, er verschlang ganze Bibliotheken, ervcrwühlte sich in allen Sprachschätzen des Altcr-thums und der Neuzeit, und die Geographie, imgenerellsten wie im partikularsten Sinne, war amEnde sein Licblingsstudium geworden; es gab aufdiesem Erdball kein Faktum, keine Ruine, keinIdiom, keine Narrheit, keine Blume, die er nichtkannte — aber von allen seinen Geistesexknrsionenkam er immer gleichsam nach Hause zurück zu derLeidensgeschichte Jsracl's, zu der Schädelstätte Zc-rusalcm's und zu dem kleinen Väterdialekt Palä-stina's, um dcsscntwillen er vielleicht die semitischenSprachen mit größerer Vorliebe als die andernbetrieb. Dieser Zug war wohl der hervorstechendwichtigste im Charakter des Ludwig Marcus, under giebt ihm seine Bedeutung und sein Verdienst;denn nicht bloß das Thun, nicht bloß die Thatsache