— 173 —
fiel, ward vor ein Kriegsgericht gestellt und zumStrange vcrurtheilt. Der arme Schelm, er fürchteteden Tod nicht, auf dem Grsveplatz zu Paris hatteer genug Hinrichtungen mit angesehen, aber erwar nur an Guillotinicrtwcrden gewöhnt und hegteeine unüberwindliche Antipathie gegen das hängendeVerfahren. Vergebens bat er, dass man ihn wenig-stens erschießen möge, welche Todesart ihm mitgrößerem Recht gebühre, da er ein französischesOsficierspatcnt besäße und als Kriegsgefangener zubetrachten sei. Nein, man gab seiner Bitte keinGehör, und aus Abscheu vor dem Hängen schnittsich der Unglückliche im Gefängnis die Kehle ab.
Von Milde war bei der englischen Regierungkeine Rede zur Zeit der irischen Rebellion. Ich binkein Freund der Guillotine und hege eben keinbesonderes Vorurthcil gegen das Hängen, aber ichmuss bekennen, in der ganzen französischen Revo-lution sind kaum solche Greuel verübt worden,wie sich deren das englische Militär in Irland zuSchulden kommen ließ. Obgleich ein Anhänger derRegierung, hat doch unser Verfasser diese schändlicheSoldatcnwirthschaft mit den treucsten Farben ge-schildert oder vielmehr gebrandmarkt. Gott bewahreuns vor solcher Einquartierung, wie sie auf demKastell Kilkca ihren Unfug trieb! Am meisten rührte