gen Sonnenstrahlen sich hastiger küsstcn, und Bäumeund Blumen schauerten vor eitel Entzücken. Ichaber setzte mich auf eine alte moosige Steinbrink inder sogenannten Scufzcrallce, unfern des Wasser-falls, und ergötzte mein kleines Herz an den großenAbenteuern des kühnen Ritters. In meiner kindi-schen Ehrlichkeit nahm ich Alles für baren Ernst;so lächerlich auch dem armen Helden von dem Ge-schicke mitgespielt wurde, so meinte ich doch, Dasmüsse so sein, Das gehöre nun mal zum Hcldcn-thum, das Ausgclachtwerden eben so gut wie dieWunden des Leibes, und jenes vcrdross mich ebenso sehr, wie ich diese in meiner Seele mitfühlte.— Ich war ein Kind und kannte nicht die Ironie,die Gott in die Welt hincingeschaffen, und die dergroße Dichter in seiner gedruckten Kleinwclt nach-geahmt hatte, und ich konnte die bittersten Thräncnvergießen, wenn der edle Ritter für all seinen Edcl-muth nur Undank und Prügel gcnoss. Da ich, nochungeübt im Lesen, jedes Wort laut aussprach, sokonnten Vögel und Bäume, Bach und Blume Allesmit anhören, und da solche unschuldige Naturwcscn,eben so wie die Kinder, von der Wcltironic Nichtswissen, so hielten sie gleichfalls Alles für barenErnst und weinten mit mir über die Leiden desarmen Ritters; sogar eine alte ausgediente Eiche
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten