— 100 —
hineinzuwerfen; ich fand sie herzlich schlecht. Das-selbe kann ich auch von seiner Prosa sagen; sie istherzlich schlecht. Ich gestehe freilich, dass ich nichtsAnderes von ihm gelesen habe, als eine Abhand-lung, die er gegen mich geschrieben. Sic ist geist-los und unbeholfen und miserabel stilisiert; Letz-teres ist um so unverzeihlicher, da die ganze Schuledie Materialien dazu kotisiert. Das Beste in derganzen Abhandlung ist der wohlbekannte Kniff, wo-mit man verstümmelte Sätze aus den heterogenstenSchriften eines Autors zusammenstellt, um demsel-ben jede beliebige Gesinnung oder Gesinnungslosig-keit aufzubürden. Freilich, der Kniff ist nicht neu, dochbleibt er immer probat, da von Seiten des ange-fochtenen AntorS keine Widerlegung möglich ist,wenn er nicht etwa ganze Folianten schreibenwollte, um zu beweisen, dass der eine von den an-geführten Sätzen humoristisch gemeint, der anderezwar ernst gemeint sei, aber sich ans einen Vor-dersatz beziehe, der ihm eben seine richtige Bedeu-tung verleiht; dass ferner die aneinander gereihtenSätze nicht bloß aus ihrem logischen, sondern auchaus ihrem chronologischen Zusammenhang gerissenworden, um einige scheinbare Widersprüche hcrvor-zuklauben; dass aber eben diese Widersprüche vonder höchsten Konsequenz zeugen würden, wenn man