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14 (1862) Vermischte Schriften : Th. 2
Entstehung
Seite
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unter dem Namen schwäbische Schule verstünde manjenen blühenden Wald großer Männer, der demBoden Schwabens entsprossen, jene Ricsencichcn,die bis in den Mittelpunkt der Erde wurzeln, undderen Wipfel hinaufragt bis an die Sterne . . .Und ich frug: Nicht wahr, Schiller gehört dazu,der wilde Schöpfer, der „Die Räuber" schuf? . . .„Nein," lautete die Antwort, „mit Dem haben wirNichts zu schaffen, solche Räubcrdichtcr gehören nichtzur schwäbischen Schule; bei uns geht's hübsch or-dentlich zu, und der Schiller hat auch früh ausdem Land hinaus müssen." Gehört denn Schöllingzur schwäbischen Schule, Schelling, der irrende Welt-Weise, der König Artus der Philosophie, welchervergeblich das absolute Montsalvatsch aufsucht undverschmachten muss in der mystischen Wildnis? „Wirverstehen Das nicht," antwortete man mir, „aberso Viel können wir Ihnen versichern, der Schellinggehört nicht zur schwäbischen Schule." Gehört Hegeldazu, der Geistesweltumsegler, der unerschrockenvorgedrungen bis zum Nordpol des Gedankens,wo Einem das Gehirn einfriert im abstrakten Eis?. . . „Den kennen wir gar nicht." Gehört dennDavid Strauß dazu, der David mit der tödlichenSchleuder? . .. „Gott bewahre uns vor Dem, Denhaben wir sogar cxkommuniciert, und wollte Der