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cin Leichenzug, am nächtlichen Himmel dahinziehen.Eine dieser melancholischen Wolken scheint mir sobekannt und reizt mich unaufhörlich zum Nachsin-nen, wann und wo ich dergleichen Luftbildung schonfrüher einmal gesehen. Ich glaube endlich, es warin Norddeutschland, vor sechs Jahren, kurz nach derZuliusrevolution, an jenem schmerzlichen Abend,wo ich auf immer Abschied nahm von dem trcuestenWaffenbruder, von dem uneigennützigsten Freundeder Menschheit. Wohl kannte er das trübe Ver-hängnis, dem Jeder von uns entgegenging. Alser mir zum letzten Male die Hand drückte, Hub erdie Augen gen Himmel, betrachtete lange jene Wolke,deren kummervolles Ebenbild mich jetzt so trübestimmt, und wchmüthigen Tones sprach er: „Nurdie schlechten und die ordinären Naturen finden ihrenGewinn bei einer Revolution. Schlimmsten Falles,wenn sie etwa missglückt, wissen sie doch immernoch zeitig den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.Aber möge die Revolution gelingen oder scheitern,Männer von großem Herzen werden immer ihreOpfer sein."
Denen, die da leiden im Vatcrlandc, meinenGruß!
Geschrieben zu Paris, den 24. Januar 1837.
Heinrich Heine.