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14 (1862) Vermischte Schriften : Th. 2
Entstehung
Seite
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heit gcsäct, so tödlich srcch emporwuchern im Ver-borgenen, gleich jenen Giftpflanzen, die nur indunklen Waldsümpfen und im Schatten alter Burg-und Kirchcntrümmcr gedeihen, im hellen Sonnen-lichte aber elendig und jämmerlich verdorren. Frei-lich, das helle Sonnenlicht der Pressfrcihcit ist fürden Sklaven, der lieber im Dunkeln die allerhöch-sten Fußtritte hinnimmt, eben so fatal wie für denDespoten, der seine einsame Ohnmacht nicht gernbeleuchtet sieht. Es ist wahr, dass die Censur sol-chen Leuten sehr angenehm ist. Aber es ist nichtweniger wahr, dass die Censur, indem sie einigeZeit dem Despotismus Vorschub leistet, ihn amEnde mitsammt dem Despoten zu Grunde richtet,dass dort, wo die Jdecnguillotine gcwirthschaftct,auch bald die Menschencensur eingeführt wird, dassderselbe Sklave, der die Gedanken hinrichtet, spä-terhin mit derselben Gelassenheit") seinen eigenenHerrn ausstreicht aus dem Buche des Lebens.

-) Hier folgt im Originalmanuscript die häufig biszur Unleserlichkeit durchstricheue Stelle:das Henkeramtanch an Menschen verrichten werde, und dass MonsieurSansou, als er Se. allerchristlichstc Majestät, den Königvon Frankreich, ans dem Buche des Lebens ausstrich, nurals natürlicher Nachfolger den Censor von Paris im Hand-werk ablöste.