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13 (1862) Vermischte Schriften : Th. 1
Entstehung
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gezeigt haben. Er ist wohl der größte jetzt lebendeKontrapunktist, der größte Künstler in der Musik;er tritt diesmal mit ganz neuen Formschöpfungcnhervor, er schafft neue Formen im Reiche der Töne,und auch neue Melodien giebt er, ganz außerordent-liche, aber nicht in anarchischer Fülle, sondern woer will und wann er will, an der Stelle, wo sienöthig sind. Hierdurch eben unterscheidet er sich vonandern genialen Musikern, deren Melodienreichthumeigentlich ihren Mangel an Kunst verräth, indemsie von der Strömung ihrer Melodien sich selberhinreißen lassen, und der Musik mehr gehorchen alsgebieten. Ganz richtig hat man gestern im Foyerder Oper den Kunstsinn von Meyerbeer mit demGoethe'schcn verglichen. Nur hat, im Gegensatzgegen Goethe, bei uuserm großen Maestro die Liebefür seine Kunst, für die Musik, einen so leidenschaft-lichen Charakter angenommen, dass seine Verehreroft für seine Gesundheit besorgt sind. Von diesemManne gilt wahrhaftig das orientalische Gleichnisvon der Kerze, die, während sie Andern leuchtet, sichselber verzehrt. Auch ist er der abgesagte Feind vonaller Unmusik, allen Misstöncn, allem Gegröhlc,allem Gequieke, und man erzählt die spaßhaftestenDinge von seiner Antipathie gegen Katzen und Katzen-musik. Schon die Nähe einer Katze kann ihn aus