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13 (1862) Vermischte Schriften : Th. 1
Entstehung
Seite
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schcn Gesinnung huldigen wir der Königin JulianeMarie. Diese ist eine Gestalt, Diese ist ein Charakter,hier ist Nichts auszusetzen an Zeichnung und Farbe,hier ist etwas Neues, etwas ganz Eigenthümlichcs,und hier bekundet der Dichter seine höchste, gött-lichste Vollmacht, seine Vollmacht, Menschen zuschaffen. Hier scheint uns Herr Beer ein Könnenzu offenbaren, das mehr ist, als was wir gewöhn-lich Talent nennen, und das wir fast Genie nennenmöchten, wenn wir mit diesem allzu kostbaren Worteminder geizig wären.

Die alte, schleichend kräftige, cutzückend schauder-hafte Königin ist eine cigcnthümlichc Schöpfung desDichters, die sich mit keinem vorhandenen Bildevergleichen lässt. Madame Fricß hat diese Rollegespielt, wie sie gespielt werden muss, sie hat denrauschenden Beifall, der ihr zu Thcil wurde, recht-mäßig verdient, und seit jenem Abende zählen wirsie zu dem Häuflein besserer Schauspielerinnen, diewir oben genannt haben. Ihre seltsame, unruhigeHändcbcwcgung erinnerte uns lebhaft an die Scmi-ramis der Madame Georges. Ihre Kostümicrung, ihreStimme, ihr Gang, ihr ganzes Wesen erfüllte unsmit geheimem Grauen; absonderlich in der Sccne,wo sie den Verschworenen die Nachtbcfehle austheilt,ward uns so tief unheimlich zu Muthe, wie damals