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beurkundeter Wahrheiten sich entgegen zu setzen, isteine Frage, die wir seiner Zeit erörtern wollen.Unser Volksschanspiel, über dessen Verfall so trüb-selig geklagt wird, muffte ganz untergehen ohne jeneBühnenfreiheit, die noch älter ist als die Pressfrciheit,und die immer in vollem Masse vorhanden war,wo die dramatische Kunst geblüht hat, z. B. inAthen zur Zeit des Aristophancs, in Englandwährend der Regierung der Königin Elisabeth, diees erlaubt hatte, sogar die Grenclgcschichtcn ihrereigenen Familie, selbst die Schrecknisse ihrer eigenenEltern auf der Bühne darzustellen. Hier in Baicrn,wo wir ein freies Volk und, was noch seltener ist,einen freien König finden, treffen wir auch eineeben so großartige Gesinnung, und dürfen daherauch schöne Kunstfrüchtc erwarten.
Wir kehren zurück zu dem ersten Hauptthemades i ,Strucnsce," dem Kampfe der Bürgerlichen mitder Aristokratie. Dass dieses Thema mit dem des„Paria" verwandt ist, soll nicht geleugnet werden. Esmusstc naturgemäß aus demselben hervorgehen, undwir rühmen um so mehr die innere Entwicklungdes Dichters und sein feines Gefühl, das ihn immerauf das Princip der Hanptstrcitfragcn unserer Zeithinlcitct. Im „Paria" sahen wir den Unterdrücktenzu Tode gestampft unter dem eisernen Fußtritte