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13 (1862) Vermischte Schriften : Th. 1
Entstehung
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Verantwortung ziehn. Doch auch hier glauben wireine Entschuldigung für ihn zu finden.

Wir theilcn die Tragödien ein in solche, woder Hauptzweck des Dichters ist, dass eine merk-würdige Begebenheit sich vor unfern Augen ent-falte; in solche, wo er das Spiel bestimmter Lei-denschaften uns durchschauen lassen will, und insolche, wo er strebt, gewisse Charaktere uns leben-dig zu schildern. Die beiden crstcrn Zwecke hattendie griechischen Dichter. Es war ihnen meistensdarum zu thnn, Handlungen und Leidenschaften zuentwickeln. Der Charakterzcichnungcn konnten siefüglich entbehren, da ihre Helden meistens bekannteHeroen, Götter und dergleichen stehende Charak-tere waren. Dies ging hervor ans der Entstehungihres Theaters. Priester und Epiker hatten langeschon voraus die Kontouren der Hcldcncharaktcrc demDramatiker vorgczeichnct. Anders ist es bei nnscrmmodernen Theater. Charakterschilderung ist da eineHauptsache. Ob nicht auch die Ursache davon inder Entstchnngsart unseres Theaters liegt, wennwir annehmen, dass dasselbe hauptsächlich entstan-den ist durch Fastnachtsposscn? Es war da derHauptzweck, bestimmte Charaktere lebendig, oft grellhervortreten zu lassen, nicht eine Handlung, nochviel weniger eine Leidenschaft zu entwickeln. Beim