gar wohl, wie Viel durch metrische Kunstgriffe er-reicht werden kann, er fühlt gar wohl die Machtder Spondeeu, besonders der spondeischen Reime;doch die höhere Feinheit, die Mäßigkeit, die imGebrauche derselben beobachtet werden muss, istihm bis jetzt noch unbekannt. In Z. B. Rousseau'sGedicht „Verlust" weht ein zarter und doch herz-innig glühender Hauch, liebliche Weichheit und heim-lich süße Wehmuth. Hcilmann's Gedicht „Geist derLiebe" wäre sehr gut, wenn lyehr Geist und we-niger (das Wort) Liebe drin wäre. Der Stoffvon Theobald's „Schelm von Bergen" ist wunder-schön, fast unübertrefflich; doch der Verfasser istauf falschem Wege, wenn er den Volkston durchholpernde Verse und Sprachplumpheit nachzuahmensucht. Der gemüthliche Gebauer giebt uns hiervier Gedichte, recht herzig, recht hübsch. WilhelmSmets giebt ebenfalls eine Reihe schöner Dich-tungen, wovon einige gewiss seclencrguickend ge-nannt werden dürfen. Zu diesen gehören das So-nett „An Ernst von Lassaulx" und das Gedicht„An Elisabeth's Namenstage." Nikolaus Meycr'sGedichte sind recht wacker, einige ganz vortrefflich,am allcrschönstcn ist das Gedicht „Liebesweben."„Der Klausner" von Freifrau Elise von Hohen-hausen ist ein sinniges, heiteres, blühendes Ge-ig»
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