Hcxcnproccssc in Originalaktcn, Nachrichten überKindcrlebcn, Sitten, Feste nnd Gebräuche in Öster-reich, und eine Menge anderer sehr wichtiger undmanchmal wunderlicher Notizen. Zwar von tieferKenntnis des Mittelalters und inniger Vertrautheitmit den? Geiste desselben zeugen die oben erwähntensinnreichen Zusammenstellungen unter verschiedeneRubriken; aber dieses Verfahren entstammt docheigentlich den Fehlgriffen der Breslaucr Schule,welcher Professor Schottky angehört. Nach meinerAnsicht ' geht die Erkenntnis des ganzen geistigenLebens im Mittelalter verloren, wenn man seineeinzelnen Momente in ein bestimmtes Fachwcrk cin-rcgistricrt; wie sehr schön und bequem es auch fürdaö größere Publikum sein mag, wenn man, wie inSchottky's Zusammenstellungen meistens der Fall ist,z. B. unter der Rubrik Ritterthum gleich Alles bei-sammen findet, was ans Erziehung, Leben, Waffen,Festspiele und andere Angelegenheiten der Ritter Be-zug hat; wenn man unter der Fraucnrnbrik allemöglichen Dichtcrfragmcnte und Notizen beisammenfindet, die sich auf das Leben der Frauen im Mit-telalter bezichen; wenn Dieses ebenso der Fall istbei Jagd, Liebe, Glaube u. s. w. Über den Glaubenim Mittelalter giebt Professor Schottky (bei Maxin Breslau) nächstens ein Werk heraus, betitelt:
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