scnschaft ist. Viele Polen lernen jetzt Deutsch, undeine Menge guter deutscher Bücher wird ins Pol-nische übersetzt. Der Patriotismus hat ebenfalls Thcilan diesen Erscheinungen. Die Polen fürchten dengänzlichen Untergang ihrer Nationalität; sie merkenjetzt, wie Biel zur Erhaltung derselben durch eineNational-Litcratnr bewirkt wird, und (wie drolliges auch klingt, so ist es doch wahr, was mir vielePolen ernsthaft sagten) in Warschau wird an einer—- polnischen Literatur gearbeitet. Es ist nun frei-lich ein großes Mißverständnis, wenn man glaubt,eine Literatur, die ein ans dem ganzen Volke orga-nisch Hervorgegangenes sein muß, könne im litera-rischen Trcibhausc der Hauptstadt von einer Ge-lehrten-Gesellschaft zusammengeschrieben werden; aberdurch diesen guten Willen ist doch schon ein Anfanggemacht, und Herrliches muß in einer Literatur her-vorblühcn, wenn sie als eine Vaterlandssachc be-trachtet wird. Dieser patriotische Sinn muß freilichauf eigene Jrrthümer führen, meistens in der Poesieund in der Geschichte. Die Poesie wird das Er-hebungskolorit tragen, hoffentlich aber den franzö-sischen Zuschnitt verlieren und sich dein Geiste derdeutschen Romantik nähern. — Ein geliebter polni-scher Freund sagte mir, nur mich besonders zn necken:„Wir haben eben so gut romantische Dichter als ihr,
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