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ganzen Tag zn arbeiten und Lebcnsbcgncmlichkcitcnzu entbehren, die man gar nicht kennt, so muss mangestehen, dass der polnische Bauer im eigentlichenSinne nicht unglücklich ist; um so mehr, da er garNichts hat, und folglich in der großen Sorglosigkeit,die ja von Vielen als das höchste Glück geschildertwird, sein Leben dahinlebt. Aber es ist keine Ironie,wenn ich sage, dass, im Fall man jetzt die polni-schen Bauern plötzlich zu selbstständigen Eigenthümernmachte, sie sich gewiss bald in der unbehaglichstenLage von der Welt befinden und manche gewissdadurch in größeres Elend gcrathcn würden. Beiseiner jetzt zur zweiten Natur gewordenen Sorglosig-keit würde der Bauer sein Eigcnthum schlecht ver-walten, und träfe ihn ein Unglück, wäre er ganzund gar verloren. Wenn jetzt ein Misswachs ist,so muss der Edelmann dem Bauer von seinem eige-nen Getreide schicken; es wäre ja auch sein eigenerVerlust, wenn der Bauer verhungerte oder nicht säenkönnte. Er muss ihm ans demselben Grunde einneues Stück Vieh schicken, wenn der Ochs oder dieKuh des Bauers krepiert ist. Er gicbt ihm Holzim Winter, er schickt ihm Ärzte, Arzneien, wenn eroder Einer von der Familie krank ist; kurz, der Edel-mann ist der beständige Vormund desselben. Ichhabe mich überzeugt, dass diese Vormundschaft von