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13 (1862) Vermischte Schriften : Th. 1
Entstehung
Seite
121
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Marktplatz ist. In Hinsicht dcr Gemüse schreite ichmit meiner Zeit vorwärts. Spargel esse ich jetztkeinen mehr und esse jetzt Schoten. Aber in der Lite-ratur bin ich noch zurückgeblieben. Ja ich habenoch nicht mal die „falschen Wanderfahne" gelesen,die so viel Ausschn gemacht und noch machen. DiesesBuch hat für Westfalen ein besonderes Interesse,da man jetzt allgemein ausspricht, dass unser Lands-mann, Dr. Pustknchcn in Lemgo, ihr Verfasser sei.Ich weiß nicht, warum er dieses Buch desavouierenwollte, da es ihm doch gewiss keine Schande macht.Man hatte sich lange den Kopf zerbrochen, wer dcrVerfasser sei, und nannte allerlei Namen. Dcr Hof-rath Schütz machte öffentlich bekannt, dass er esnicht sei. Den Lcgationsrath v. Varnhagcn nannteneinige Stimmen; aber Dieser machte Dasselbe bekannt.Von Letzten» war es auch sehr unwahrscheinlich,da er zu den größten Verehrern Goethc's gehört,und Goethe sogar in seinem letzten Heft der Zeit-schrift „Kunst und Altcrthum am Rhein" selbsterklärte, dass Varnhagcn ihn tief begriffen und ihnoft über sich selbst belehrt habe. Wahrlich, nächstdem Gefühle, Goethe selbst zu sein, kenne ich keinschöneres Gefühl, als wenn Einem Goethe, dcr Mann,dcr auf der Höhe des Zeitalters steht, ein solchesZeugnis gicbt. —- Außerdem spricht man von dem