— 117 —
glücklichen, der schon so viele Jahre gelitten. Ineiner Gesellschaft erwähnte ich die fürchterliche Lageseines schuldlosen Weibes und die Leiden ihrer recht-schaffenen, geachteten Familie, und wie ich erzählte:man sage, dass der Kölner Pöbel Fonk's arme, un-mündige Kinder insultiert habe, wurde eine Dameohnmächtig, und ein hübsches Mädchen fing bitter-lich an zu weinen, und schluchzte: „Ich weiß, derKönig begnadigt ihn, wenn er auch vcrnrthcilt wird."Ich bin ebenfalls überzeugt, dass unser gefühlvollerKönig sein schönstes und göttlichstes Recht ausübenwird, um so viele gute Menschen nicht elend zumachen; ich wünsche Dieses eben so herzlich, wie dieBerliner, obschon ich ihre Ansichten über den Proccssselbst nicht thcilc. Über letztem habe ich erstaunlichviele Meinungen ins Blaue hincinraisonnicrcn hören.Am gründlichsten sprechen darüber die Herren, dievon der ganzen Sache gar Nichts wissen. MeinFreund, der bncklichte Ansknltator, meint: wenn Eram Rhein wäre, so wollte er die Sache bald auf-klären. Überhaupt meint er, das dortige Gerichts-verfahren tauge Nichts. „Wozu", sprach er gestern,„diese Öffentlichkeit? Was geht es den Peter undden Christoph an, ob Fonk oder ein Anderer denCönen umgebracht. Man übergebe mir die Sache,ich zünde mir die Pfeife an, lese die Akten durch,