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IV,
Zu Seite 195:
Jchuda bcn Halcvy.
„Das Lied, das der Levit Jehuda gesungen, — ist als Pracht-diadem um der Gemeinde Haupt geschlungen, — als Perlenschnur hältes ihren Hals umrnngen. — Er, des Sangestempels Säul' und Schaft,
— weilend in den Hallen der Wissenschaft, — der Gewaltige, der Liedcs-speerschminger, — der die Riesen des Gesanges hingestreckt, ihr Siegerund Bezwinger. — Seine Lieder nehmen den Weisen den Dichtermuth,
— fast schwindet vor ihnen Assaph's und Jednthan's Kraft und Gluth,
— und der Korachiten Gesang — däucht zu lang. — Er drang in derDichtkunst Speicher und plünderte die Vorräthe, — und entführte dieherrlichsten Geräthe, — er ging hinaus und schloss das Thor, dassKeiner nach ihm es betrete. — Und Denen, die folgen den Spuren seinesGanges, — zu erlernen die Kunst seines Sanges, — nicht seines Sieges-wagens Staub zu erreichen gelang es. — Alle Sänger führen im Mundesein Wort, — und küssen seiner Füße Ort. — Denn in der künstlichenRede Werke — zeigt sich seiner Sprache Kraft und Stärke. — Mitseinen Gebeten reißt er die Herzen hin, sie überwindend, — in seinenLiebesliedern mild wie der Thau, und wie feurige Kohlen zündend, —und in seinen Klagetönen — lässt er strömen die Wolke der Thränen,
— in den Briefen und Schriften, die er verfasst, — ist alle Poesie ein-
gefasst." (NU S.I Al Ch l NU-