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18 (1863) Dichtungen : Th. 4, Romancero. Letzte Gedichte
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Seite
27
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Das glücklichste Leben ist ihm beschieden,

Doch Niemand ans Erden ist zufrieden.

Das edle Thier, man weiß nicht wie,

Versinkt in tiefe Melancholie.

Der weiße MelancholiknsSteht traurig mitten im Überfluss.

Man will ihn ermuntern, man will ihn erheitern,Jedoch die klügsten Versuche scheitern.

Vergebens kommen mit Springen und SingenDie Bajaderen; vergebens erklingenDie Zinken und Pauken der Musikanten,

Doch Nichts erlustigt den Elephantcn.

Da täglich sich der Zustand verschlimmert,

Wird Mahawasantcs Herz bekümmert;

Er lässt vor seines Thrones StufenDen klügsten Astrologen rufen.

„Sterngucker, ich lasfi dir das Haupt abschlagen,"Herrscht er ihn an, „kannst du mir nicht sagenWas meinem Elcphanten fehle,

Warum so verdüstert seine Seele?"

Doch Jener wirft sich dreimal zur Erde,Und endlich spricht er mit ernster Gebärde:„O König, ich will dir die Wahrheit verkünden,Du kannst dann handeln nach Gutbefinden.

„Es lebt im Norden ein schönes WeibVon hohem Wuchs und weißem Leib,

Dein Elephant ist herrlich, unleugbar,

Doch ist er nicht mit ihr vergleichbar.