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18 (1863) Dichtungen : Th. 4, Romancero. Letzte Gedichte
Entstehung
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ihren Schoß geführt. Nein, meine religiösen Über-zeugungen und Ansichten sind frei geblieben vonjeder Kirchlichkcit; kein Glockcnklang hat mich ver-lockt, keine Altarkerzc hat mich geblendet. Ich habemit keiner Symbolik gespielt und meiner Vernunftnicht ganz entsagt. Ich habe Nichts abgeschworen,nicht einmal meine alten Hcidcngöttcr, von denenich mich zwar abgewendet, aber scheidend in Liebeund Freundschaft. Es war im Mai 1848, an demTage, wo ich zum letzten Male ausging, als ichAbschied nahm von den holden Idolen, die ich an-gebetet in den Zeiten meines Glücks. Nur mitMühe schleppte ich mich bis zum Louvrc, und ichbrach fast zusammen, als ich in den erhabenen Saaltrat, wo die hochgcbcncdcitc Göttin der Schönheit,Unsere liebe Frau von Milo, ans ihrem Postamentesteht. Zu ihren Füßen lag ich lange und ich weinteso heftig, dass sich Dessen ein Stein erbarmen musstc.Auch schaute die Göttin mitleidig ans mich herab,doch zugleich so trostlos, als wollte sie sagen: „Siehstdu denn nicht, dass ich keine Arme habe und alsonicht helfen kann?"

Ich breche hier ab, denn ich gcrathc in einenlarmoyantcn Ton, der vielleicht überhand nehmenkann, wenn ich bedenke, dass ich jetzt auch von dir,thcurcr Leser, Abschied nehmen soll. Eine gewisse